Backgammon Verdoppelungswürfel
Der Backgammon Verdoppelungswürfel ist eine Möglichkeit, das Spiel vorzeitig zu beenden. Dieser besteht darin, über den Verdopplungswürfel ein Verdoppeln anzuzeigen (nur bei Turnierspielen oder wenn um einen Einsatz gespielt wird, geht dies allerdings) und damit den Gegner zur Aufgabe zu bewegen. Nimmt der Gegner die Verdopplung an, wird das Spiel fortgesetzt. Der Neueinsteiger betrachtet den Verdopplungswürfel mit einer gehörigen Portion Mißtrauen, verdächtigt er in ihn doch zunächst einmal als ein Instrument, die Einsätze in schwindelnde Höhen wie 32 oder 64 zu treiben und damit den Glücksfaktor zu erhöhen. Tatsächlich ist aber genau das Gegenteil der Fall, erfordert doch sein Gewinn bringender Einsatz zusätzliche Fähigkeiten in der Stellungsbewertung und Wahrscheinlichkeitsberechnung.
Wahrscheinlich lag das Ursprungsmotiv für die Einführung des Verdopplungswürfels tatsächlich darin, mit einer Erhöhung der Einsätze die Faszination einer einzelnen Partie zu erhöhen und damit die Spannung zu steigern. Jedenfalls verständigen sich die meisten Backgammonspieler vor Beginn ihrer Moneygame-Sitzung auf zwei fast schon obligatorische Zockerregeln, - die automatische Paschverdopplung und das optionale Beaver. Durchschnittlich in jeder sechsten Partie landen die Würfel der beiden Spieler beim Eröffnungsritual auf derselben Zahl, dann muss der Eröffnungswurf wiederholt werden. In solchen Fällen lieben es viele Spieler, mit leuchtenden Augen den Einsatz zu verdoppeln, der Verdopplungswürfel liegt dann also schon zu Beginn in der Mitte auf der 2.
Meistens wird nur maximal eine automatische Verdopplung pro Spiel zugelassen, der Phantasie sind aber keine Grenzen gesetzt. Der richtig harte Zocker z.B. spielt nicht ohne die Option, seinen Eröffnungswurf „abzulehnen“. Das verspricht ihm doppelten Lustgewinn, - neben der automatischen Verdopplung kann er versuchen, einen besseren Eröffnungswurf zu würfeln. Allerdings sollte man wirklich ein erfahrener Backgammon Spieler sein und den richtigen Umgang mit den Verdoppelungswürfel kennen. Faktisch bedeutet eine Vereinbarung über eine mögliche Paschverdopplung nichts anderes als eine Erhöhung des Grundeinsatzes um durchschnittlich genau 1/6 Punkt pro Spiel. Wem das zuviel erscheint und unter Druck setzt, der spielt wahrscheinlich schon von Haus aus um zu hohe Einsätze und sollte also jeden auf automatische Verdopplungen abzielenden gegnerischen Vorschlag ablehnen, auch auf die Gefahr hin, als Spielverderber dazustehen.
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