Wie bei jedem Spiel gibt es auch bei Backgammon verschiedene Tipps und Tricks, die für jeden Spieler wichtig sind. Wichtig ist, dass man sich ein starkes Heimfeld aufbaut. Jeder gemachte Punkt in seinem Heimfeld, also den letzten sechs Feldern auf dem Brett, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Gegenüber, nachdem man einen seiner Steine geschlagen hat, diesen nicht wieder einsetzen kann. Kann er diesen Stein dennoch einsetzen, so sind zumindest seine verbleibenden Zugmöglichkeiten eingeschränkt. Abgesehen von den Punkten in dem eigenen Heimfeld sollte man versuchen, weitere wertvolle Punkte zu besetzen, - einen defensiven Anker setzen, d.h. im Idealfall den Fünferpunkt des Gegners, den sogenannten „Goldenen Punkt“ zu besetzen. Alternativ auch den Viererpunkt, den Dreierpunkt oder den Barpunkt. Weitere gute Punkte auf der eigenen Seite des Brettes sind der Barpunkt bzw. 7er-Punkt, sowie der 9er, der 10er und der 11er-Punkt. Wichtig ist weiters, dass man die Steine des Gegners schlägt.
Man sollte versuchen allein stehende Steine des Gegners, sogenannte Blots, zu schlagen, damit diese die lange Reise um das Brett wieder von vorne antreten dürfen. Gelegenheiten zum Schlagen werden sich zwangsläufig ergeben, denn niemand kann immer so ziehen, das alle seine Steine in Sicherheit sind. Jeder allein stehende Stein bedeutet ein Risiko und eine Chance. Risiko, weil er geschlagen werden kann. Chance, weil man entweder durch Decken des allein stehenden Steines einen neuen Punkt machen kann oder diesen als sogenannten Builder gemeinsam mit einem anderen Stein zum Machen eines anderen Punktes verwenden kann. Vor allem in der Eröffnungsphase einer Backgammon-Partie überwiegen die Chancen in der Regel die Risiken.
Sollte man am Anfang geschlagen werden, hat man in der Regel kaum Probleme wieder seine Steine einzusetzen, da das Heimfeld des Gegners noch unterentwickelt ist. Mehrere Punkte in einer Reihe bilden eine Blockade oder - im Backgammon-Jargon - eine „Prime“. Eine Prime kann sich theoretisch über bis zu 7 Felder erstrecken, da insgesamt 15 Steine zur Verfügung stehen. Aber bereits eine 6er-Prime ist ein zumindest für den Moment unüberwindliches Hindernis. Und auch die 4er und die 5er-Prime kann je nach Spielsituation sehr wirkungsvoll sein und den Gegner an den Rand der Verzweiflung treiben. Zu Beginn jeder Partie sind alle Steine, ebenso wie die des Gegners, insgesamt 167 Augen oder „Pips“ vom Ziel entfernt. Während der Partie verändert sich dieser Wert sowie die Relation zu dem Rennstand des Gegenübers. Man sollte den Stand des Rennens immer im Auge behalten. Wenn man im Rennen führt, sollte man in der Regel vorsichtiger agieren. Liegt man zurück, kann man meist größere Risiken eingehen. Denn bei Backgammon gilt, - wer führt, hat mehr zu verlieren.